Donnerstag, 23. April 2015

Rösrath spielt Lego

Da haben sich die Vermessungstechniker der Straßenmeisterei so viel Mühe gegeben. Tagelang waren sie mit bis zu fünf Mitarbeitern an der Sülz-Brücke Richtung Lohmar zu beobachten. Sie vermaßen auf der Brücke. Sie vermaßen unter der Brücke. Und sie vermaßen drum herum. Dem arglosen Spaziergänger hätte tatsächlich in den Sinn kommen können, dass die marode Konstruktion saniert oder sogar ersetzt wird.

Im vergangenen Monat war es dann endlich soweit: Baustellenschilder wurden aufgebaut und eine Baufirma aus dem Ruhrgebiet (incl. Rechtschreibfehler im Text der Fahrzeugbeschriftung: "Strassen" gibt es nur in der Schweiz) begann die Arbeit. Drei Tage arbeitete man ...
... und danach war die Brücke noch genau so marode wie vorher. Die Schlaglöcher sind geblieben. Der abgesackte Boden wurde nicht ausgeglichen. Nicht mal das Geländer wurde gestrichen. Aaaaber ein paar rot/weiße "Legosteine" wurden mit dem Bordstein verschraubt. Außerdem wurde zuvor in zwei sehr sinnvolle Schilder investiert: "Brückenschäden". Ach was.

Hier durfte man mal 70 km/h fahren. Inzwischen ist das offensichtlich zu gefährlich geworden.

Die neuen "Legosteine". Man fühlt sich gleich viel sicherer.

Der Zustand des Schildes lässt sich auf den Zustand der Brücke leicht übertragen.

Die Tiefe des Schlaglochs kann man auf dem Foto nur erahnen. Ausgebessert wurde nichts.

Ein weiteres Schlagloch von vielen. Den um mehrere Zentimeter abgesackten Asphalt kann man leider nicht aussagekräftig fotografieren.

Vertrauenserweckend, nicht wahr?

"Brückenschäden" - Leverkusen ist überall.